Sind Generalreparaturen mechanischer Pulverpressen im mittleren Presskraftbereich wirklich notwendig in Europa ?
Sowohl im Gebiet der Technischen Keramik als auch im Sintermetallurgischen Bereich finden einachsige mechanische Pulverpressen nach dem Trockenpressverfahren im mittleren Presskraftbereich für wenig unterteilte Artikelformen häufig Anwendung.
Dieselben zeichnen sich durch mögliche hohe Hubzahlen und eine sehr große Konstanz der Pressstellung und der eingestellten Verstellwege aus.
Mit Hilfe elektronischer Systeme der Gewichts-, Kraft-, Geschwindigkeits-und Wegbestimmung lassen sich vorgegebene Toleranzen in sehr engen Grenzen überwachen und wenn erforderlich, auch die Presslinge entsprechend klassifizieren und sortieren.
Notwendige maschinentechnische Korrekturen beziehen sich dabei im Wesentlichen auf die einzuhaltende Füllhöhe als Regelgröße.
Mechanische Pressen erzeugen sowohl die Oberstempel- als auch die Matrizen-oder
Unterstempelbewegung durch rein mechanische Systeme wie Exzenter, Kniehebel oder Kurven bzw. Kombinationen von letzteren.
Bei ausreichend guten Schmierverhältnissen und einem regelmäßigen Ölwechsel der Pressen können die geforderten Genauigkeiten durchaus über Zeiträume von > 10 Jahren gesichert werden, wenn dazu Überlastungen der Maschine vermieden werden.
Danach ist eine Auswechselung funktionswichtiger Elemente, wenn dieselben einer reibenden Beanspruchung ausgesetzt sind, meistens unumgänglich.
Dies ist in der Regel damit verbunden, dass die ganze Presse zerlegt werden muss, weil die meisten Funktionselemente für die Oberstempel-und Unterstempelbewegung im Untergehäuse der Presse angeordnet sind.
Allein der Aufwand für die Demontage und die erneute Montage ist erheblich, ganz abgesehen von den Kosten der auszuwechselnden Funktionselemente.
Die Reparaturkosten erreichen somit schnell Werte von mehr als 30 % des Neupreises einer Presse.
Eine Alternative zur Generalreparatur in Deutschland bzw. in Europa ist jetzt dadurch gegeben, dass in China die seit Jahren nach deutschen Konstruktionsunterlagen gebauten Kniehebelpressen für 160 und 450 kN mit vergleichbaren europäischen Qualitätsparametern im sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis durch die froMOS GmbH für Anwendungen in Europa angeboten werden.
Diese neuen Maschinen sind kompatibel für alle in Deutschland verwendeten Adaptersysteme einsetzbar und bieten darüberhinaus die entscheidenden Vorteile des Kniehebelsystems im Vergleich zum Exzenter (längere Verweilzeit im Pressbereich und damit bessere Entlüftung sowie langsameres Entlasten).
Außerdem können dadurch Pressen-Ausfallzeiten von 2?3 Monaten für jeweilige Produktionsbereiche in der Technischen Keramik und im sintermetallurgischen Bereich eingespart werden.
Für Teile mit geringeren Genauigkeitsanforderungen können somit die mechanischen Pressen ohne durchzuführende Generalreparatur weiter betrieben werden, so dass durchaus Betriebszeiten bis zu 20 Jahren erreicht werden können.
Im Vergleich zu einer Generalreparatur in Deutschland sind die Investitionskosten für eine chinesische mechanische Trockenpresse nicht nur geringer, sondern eine Kapazitätserweiterung ist darüberhinaus noch erreichbar.


